Dresdner Immobilienbestand
Dresden verbindet hochwertigen Gründerzeitbestand mit postsozialistischen und nach 1990 modernisierten Strukturen.
- Jugendstil und Altbau in Neustadt, Striesen, Blasewitz
- Plattenbaugebiete mit altersbedingt steigendem Investitionsbedarf
- teils komplexe Baujahrs- und Wiederaufbauhistorie
Sächsische Finanzämter und Praxiserfahrung
In der Praxis wurden Gutachten in Sachsen zeitweise mit Verweis auf das frühere BMF-Schreiben vom 22.02.2023 diskutiert. Dieses Schreiben wurde am 01.12.2025 aufgehoben.
Für die heutige Beurteilung ist die aktuelle Rechtslage maßgeblich. Neuere finanzgerichtliche Entscheidungen (u. a. FG Münster vom 02.04.2025 und FG Hamburg vom 01.04.2025) stützen die Einzelfallprüfung und nachvollziehbare Gutachtenmethodik.
Ostdeutsche Besonderheiten
Gerade in Dresden gibt es Objekte mit historisch gewachsenen AfA-Verläufen:
- frühere Sonder-AfA-Elemente
- spätere Systemwechsel auf lineare AfA
- heute zusätzlicher Hebel durch objektspezifische RND
Eine saubere Chronologie der bisherigen Abschreibung ist deshalb besonders wichtig.
Finanzamt-Hinweis Dresden
Das zuständige Finanzamt richtet sich nach Objektlage. Für Rückfragen sind strukturierte Anlagen und ein klarer methodischer Faden entscheidend.
Rechenbeispiel Dresden
Annahme:
- Gebäudeanteil: 150.000 EUR
- zzgl. aktivierbare Nebenkosten: 25.000 EUR
- Abschreibungsbasis: 175.000 EUR
Vergleich:
- Standard-AfA (2% / 50 Jahre): 3.500 EUR/Jahr
- Mit RND 22 Jahre (4,55%): ca. 7.955 EUR/Jahr
- Zusätzliche Abschreibung: ca. 4.455 EUR/Jahr
Bei 45% Steuersatz sind das rund 2.005 EUR zusätzliche Liquidität pro Jahr.